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Westeifelbahn auf dem Abstellgleis

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TV-Foto: Vladi Nowakowski

Gerolstein/Prüm. Was wird aus der Westeifelbahn zwischen Prüm und Gerolstein? Die Stadt Gerolstein und die Verbandsgemeinde Prüm als Eigentümerinnen der Strecke wollen einen Radweg. Das Problem dabei: Die Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE) hat seit März 2014 eine zehnjährige Betriebsgenehmigung für die Strecke. Züge fahren dort aber nicht. Zum einen bedarf es dafür weiterer Genehmigungen, zum anderen müsste die Strecke umfangreich saniert werden. Und es müsste eine Einigung über die Pacht erzielt werden. Eine Entscheidung des Gerolsteiner Stadtrats macht die Wiederaufnahme des Eisenbahnverkehrs unwahrscheinlicher: Das Gremium hat dem Abriss der maroden Eisenbahnbrücke über die Bundesstraße 410 bei Lissingen zugestimmt. Eine neue Brücke werde es nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität (LBM) nur geben, wenn die RSE oder ein anderes Eisenbahnunternehmen, das die Bahnstrecke nutzen will, vorab die Wertsteigerung von 140 000 Euro bezahlt.

Laut Gerolsteins Stadtbürgermeister Friedhelm Bongartz (CDU) haben sich die Verantwortlichen der RSE jedoch noch nicht dazu geäußert, ob sie die Strecke sanieren und danach nutzen wollen. Bongartz: „Es herrscht Stillschweigen.“ Auch der Trierische Volksfreund erhielt auf seine Anfrage keine Antwort von RSE-Geschäftsführer Lothar Wenzel. Die Eigentümerkommunen setzen nun darauf, dass die RSE von ihrem Vorhaben absieht, wieder einen Bahnbetrieb auf die Strecke Gerolstein-Prüm zu bringen, die Bahnstrecke entwidmet wird und damit der Weg für einen Radweg frei würde. Harald Enders, Leiter des LBM Gerolstein, sagt: „Sobald die Bahnstrecke Gerolstein-Prüm entwidmet ist, kaufe ich ihnen diese Strecke ab, um dort einen Radweg zu bauen. Wir machen uns auch bereits Gedanken über die Finanzierung, an der sich Bund und Land stark beteiligen würden.“ mh/red

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