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Wenig Arbeitslose – Viele freie Stellen

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Archiv-Foto:dpa

Trier/Region. Die Zahl der Arbeitslosen in der Region Trier ist im Jahresdurchschnitt 2017 gesunken. „Gleichzeitig steigt jedoch die Nachfrage nach Arbeitskräften, so dass offene Arbeitsstellen immer schwieriger zu besetzen sind“, bilanziert Heribert Wilhelmi, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Trier. Im Jahresdurchschnitt waren im Jahr 2017 pro Monat 10 567 Arbeitslose gemeldet. Das waren 657 Personen weniger als noch im Vorjahr, ein Rückgang um 5,8 Prozent. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag bei 3,7 Prozent. Die niedrigste monatliche Quote wurde im November mit 3,2 Prozent erreicht, das entsprach 9 302 Personen. Zuletzt stieg im Dezember die Arbeitslosigkeit saisonal bedingt wieder leicht an. Die höchsten Monatsquoten lagen im Januar und Februar bei 4,4 Prozent, damals waren mehr als 12 000 Arbeitslose registriert. „Diese Entwicklungen zeugen von einer stabilen konjunkturellen Entwicklung in der Region Trier, die sich positiv auf den Arbeitsmarkt auswirkt“, sagt Wilhelmi.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften lässt dies ebenfalls erkennen. So ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zum Stand 30. Juni 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2547 Personen auf insgesamt knapp 173 000 angestiegen. Das entspricht einem Plus von 1,5 Prozent. „2016 war die Beschäftigung in der Region Trier bereits rekordverdächtig hoch“, sagt Dirk Hannowsky, Geschäftsführer bei der Arbeitsagentur. „Umso bemerkenswerter ist daher der erneute Anstieg im vergangenen Jahr.“

Trotz dieses Zuwachses an Beschäftigen scheint der Bedarf nach Arbeitskräften bei den Unternehmen noch immer nicht gedeckt zu sein. „Das erkennen wir daran, dass die Zahl der bei uns gemeldeten offenen Arbeitsstellen ebenfalls gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist“, sagt Hannowsky. Im Jahr 2016 waren insgesamt 15 310 Stellenangebote registriert worden. Dieser Wert wurde im Jahr 2017 um 708 Stellen beziehungsweise 4,6 Prozent übertroffen und lag bei insgesamt 16 018. Durchschnittlich waren somit pro Monat 4832 Stellen vakant.

Trotz der insgesamt guten konjunkturellen Lage lassen sich gewisse Unterschiede zwischen den Kreisen erkennen. Am niedrigsten waren die Arbeitslosenquoten in den Kreisen Trier-Saarburg und Bitburg-Prüm. Im Jahresdurchschnitt lagen sie bei 3,0 Prozent. Im Eifelkreis entsprach dies einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 0,1 Prozentpunkte, in Trier-Saarburg einem Rückgang von sogar 0,3 Prozentpunkten.

Der Kreis Bernkastel-Wittlich verzeichnete eine durchschnittliche Arbeitslosigkeit von 3,5 Prozent, der Vulkaneifelkreis eine von 4,3 Prozent. In beiden Kreisen ging die Quote um 0,2 Prozentpunkte zurück. Am höchsten ist die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt in der Stadt Trier gewesen, sie lag bei 5,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist das aber ein sehr deutlicher Rückgang um 0,6 Prozent. red