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Reingeschaut: Liebevolle Beobachter

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Zierliche Tierchen sind es, mit schwarzen Füßen und grau grünem Fell. Ausgewachsen nur 40 bis 60 Zentimeter lang, vier bis sechs Kilogramm schwer. Die fünf, um die es im Dokumentarfilm „The Vervet Forest“ (zu Deutsch: Der Wald der Grünmeerkatzen“) geht, sind noch zerbrechlicher, winzig klein, mit großen, dunklen Augen – eine Handvoll Affe.

Goon ist gerade zwei Monate alt, als ihre Mutter getötet wird. Mitfühlende Menschen retten sie. Liebevolle Hände nehmen sie in der Vervet Monkey Foundation in Südafrika in Empfang. Genauso wie die anderen vier Hauptdarsteller des Films: Scotty, Deebo, Felicia und Kate. Die Helfer bringen ihnen bei, aus der Flasche zu trinken, feste Nahrung zu sich zu nehmen, zu klettern.

„The Vervet Forest” erzählt die Geschichte dieser fünf verwaisten Babyaffen. Der Film dokumentiert ihr Leben von der Ankunft als hilflose Säuglinge über deren Wachstum zu intelligenten, verspielten Jugendlichen bis zur Adoption durch Pflegemutter-Affen und der Integration in eine der bestehenden Gruppen der Stiftung, damit sie in einer Familie groß werden können.

Die Zuschauer lernen die kleinen Protagonisten aus nächster Nähe kennen – und vermutlich auch lieben. Denn die Kamera liebkost die kleinen Tierchen, erwischt sie in den unmöglichsten Positionen, hält die lustigsten Gesichts ausdrücke fest, zeigt ihre kleinen Nasen, die langen Finger mit den dunklen Nägeln – Ähnlichkeiten zu Menschenbabys sind beab sichtigt.

Und wie kleine Kinder spielen die Äffchen an ihren Zehen, kuscheln sich in Decken, er kunden neugierig ihre Umgebung. Starren, ihre großen Augen weit geöffnet, in die Welt. Mitunter geht es auch recht munter zu, wie in einem Kinder garten. Da springen die Äffchen mit- und aufeinander herum, jagen sich, ziehen sich an den Ohren oder dem langen Schwanz.

„The Vervet Forest“ ist aber mehr als ein schnuckeliger Tierfilm. Denn auch die Aktiven der Foundation kommen zu Wort, berichten über ihre Arbeit, weisen auf den Raubbau der Natur in Südafrika hin.

Der Film ist am Montag, 5. Februar, 19.30 Uhr, im Rahmen der Serie Agenda-Kino im Broadway Filmtheater zu sehen. Zu Gast ist Josie Du Toit von der Vervet Monkey Foundation.

Mechthild Schneiders