Start Bitburg Eine Wahl, 24 Kandidaten, 535 000 Wähler

Eine Wahl, 24 Kandidaten, 535 000 Wähler

210
0
TEILEN
dpa

Trier. Wer regiert Deutschland in den kommenden vier Jahren? Darüber entscheiden die Wähler am 24. September bei der Bundestagswahl. In Rheinland-Pfalz sind 3,07 Millionen Menschen dazu aufgerufen, ihre beiden Stimmen abzugeben. Nach Angaben des Landeswahleiter-Büros in Bad Ems sind darunter 158 000 Erstwähler, 36 000 mehr als bei der letzten Bundestagswahl im Jahr 2013. Damals waren 3,09 Millionen Wahlberechtigte dazu aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Briefwahl Wer das nicht am Wahlsonntag tun will oder kann, hat die Möglichkeit, per Briefwahl sein Votum abzugeben. Damit das noch funktioniert, sollten die Unterlagen dafür nun allerdings möglichst rasch angefordert werden. „Dann ist sichergestellt, dass die ausgefüllten Briefwahlunterlagen wieder rechtzeitig bei der Gemeindeverwaltung eingehen“, lautet dazu der Rat aus Bad Ems. Die Wahlscheinanträge können formlos mündlich, per Brief oder per E-Mail gestellt werden.

Wer bis zum 2. September keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat und zur Stimmenabgabe berechtigt ist, sollte sich möglichst umgehend an die für ihn zuständige Stadt- oder Gemeindeverwaltung wenden. Wahllokal Wo ist das richtige Wahllokal? Eine Information dazu finden alle Wahlberechtigten in ihrer Wahlbenachrichtigung. Enthalten ist auch ein Hinweis darauf, ob dieses Wahllokal barrierefrei erreichbar ist. Zumindest in der Stadt Trier ist ein Blick auf diesen Hinweis überflüssig. Denn per Beschluss des Stadtrats sind alle 72 Wahllokale am 24. September barrierefrei zugänglich. Der Kreis Trier-Saarburg setzt dagegen ebenso wie die anderen Kreise in der Region auf individuelle Lösungen.

 

Bewerber Insgesamt bewerben sich im Land 282 Frauen und Männer als Direktkandidaten und auf den Landeslisten für ein Mandat im Bundestag. Der Frauenanteil an diesen Bewerbungen liegt mit 91 Bewerberinnen bei 32,3 Prozent. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 ist er damit um 4,7 Prozent gestiegen.

Mit der Erststimme können die Wähler ihr Votum unmittelbar für den Kandidaten abgeben, den sie unterstützen wollen. Die Zweitstimme gilt der Partei.

Die älteste Bewerberin im Land kommt aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich. Die 75-jährige Heidelind Weidemann aus Erden geht für die ÖDP ins Rennen. Jüngster Bewerber ist Thomas Alexander Volk (19) aus Jockgrim (Kreis Germesheim).

Wahlkreise Die Kandidaten der zugelassenen Landeslisten von 14 Parteien und die Einzelbewerber stellen sich in 15 Wahlkreisen zur Abstimmung. Nur CDU, SPD, FDP und Die Linke treten dabei in allen Wahlkreisen mit eigenen Kandidaturen an. Im Verbreitungsgebiet der Woch liegen die Wahlreise Mosel/Rhein-Hunsrück (200), Bitburg (202) und Trier (203).

 

Wahlkreis 203 Trier Der Wahlkreis Trier umfasst die Stadt Trier und den Kreis Trier-Saarburg. Etwa 194 000 Wählerinnen und Wähler sind hier zur Stimmenabgabe eingeladen. Der Kreiswahlausschuss unter der Leitung von Oberbürgermeister Wolfram Leibe hat zehn der elf Bewerber für die Bundestagswahl zugelassen. Lediglich die Kandidatin der Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz schaffte es nicht, die notwendigen Unterstützungsunterschriften zu beschaffen.

 

Wahlkreis 202 Bitburg Der Zuschnitt für den Wahlkreis Bitburg ist etwas komplizierter. Denn neben dem Eifelkreis Bitburg-Prüm und dem Landkreis Vulkaneifel gehören ihm auch Teile des Kreises Bernkastel-Wittlich an. Das sind die Stadt Wittlich, die Verbandsgemeinde Wittlich-Land sowie zehn Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach (Bausendorf, Bengel, Diefenbach, Flußbach, Hontheim, Kinderbeuern, Kinheim, Kröv, Reil und Willwerscheid.

166 000 Wahlberechtigte haben die Wahl zwischen sieben Kandidatinnen und Kandidaten, die um das Direktmandat konkurrieren. Mit Ausnahme von Patrick Schnieder (CDU) wäre das Abgeordnetenmandat in Berlin für alle anderen eine Premiere. Eine Besonderheit bietet dabei die SPD Bitburg-Prüm: Sie nominierte ihren Kandidaten Jan Pauls nach einer offenen Ausschreibung. Kreiswahlleiter ist Hans-Peter Thiel, Landrat des Vulkaneifelkreises.

 

Wahlkreis 200 Mosel/Rhein-Hunsrück Die 175 000 Wahlberechtigten im Wahlkreis 200 dürfen sich zwischen fünf Männern und drei Frauen entscheiden, die als Direktkandidaten antreten. Zum Wahlkreis gehören der Landkreis Cochem-Zell, der Rhein-Hunsrück-Kreis und Teile des Kreises Bernkastel-Wittlich an: die Einheitsgemeinde Morbach, die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, die Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf sowie sechs Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach Burg/Mosel, Enkirch, Irmenach, Lötzbeuren, Starkenburg und Traben-Trarbach).

Rainer Neubert

 

Wahl-Umfrage

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Spannung steigt, noch drei Wochen bis zur Bundestagswahl. Welchen Parteien vertrauen die Bürger? Wer wird Deutschland künftig regieren? Bleibt Kanzlerin Angela Merkel im Amt oder setzt sich Herausforderer Martin Schulz durch? Das sind Fragen, mit denen sich die Redaktion seit Wochen beschäftigt. Jetzt wollen wir wissen: Wie wählt die Region? Deshalb laden wir Sie herzlich ein, über die Sonntagsfrage abzustimmen und Ihre Meinung zur Politikberichterstattung im Volksfreund zu sagen. An der Umfrage können Sie sich ausschließlich online beteiligen.

Es ist ganz einfach:

1. Rufen Sie im Internet die Seite www.volksfreund.de/umfrage auf!

2. Melden Sie sich an, es kostet nichts!

3. Starten Sie die Befragung!

Wer bereits angemeldet ist, erhält automatisch per E-Mail eine Einladung. Wir sind gespannt auf Ihre Antworten. Über die Ergebnisse, die selbstverständlich anonym bleiben, werden wir in der Zeitung berichten.