Start Bitburg Fußball in der Region: Das Runde muss wieder ins Eckige!

Fußball in der Region: Das Runde muss wieder ins Eckige!

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Archiv/Hans Krämer

Trier. Endlich! An diesem Wochenende startet die Fußball-Bundesliga in die neue Saison. Das lange Warten nach der Europameisterschaft in Frankreich hat ein Ende, und in der höchsten deutschen Fußballspielklasse geht es jetzt wieder um Tore und Punkte – und natürlich um die Jagd auf den Allzeit-Favoriten FC Bayern München. Der Fußball ist für Millionen Deutsche nun mal die wichtigste Nebensache der Welt. Und die geht oft viel weiter, als nur über die Bundesliga zu debattieren. Auch hier in der Region tummeln sich Zigtausende an jedem verdammten Wochenende auf den Fußballplätzen in Trier. In einigen unterklassigen Fußballligen wird schon seit einer oder gar zwei Wochen wieder gespielt, andere Wettbewerbe starten jetzt erst in die Saison 2016/17. Der Auftakt ist Grund genug, in der Woch auf die Fußballvereine hier vor Ort zu schauen.

In der Stadt Trier samt all ihren Stadtteilen hat nicht nur Flaggschiff Eintracht Trier in der viertklassigen Regionalliga zahlreiche Anhänger, die an den Wochenenden ins Moselstadion pilgern oder sich zumindest stets über das Neueste im SVE 05 auf dem Laufenden halten.

Der FSV Trier-Tarforst beansprucht Platz zwei im stadtinternen Ranking, spielt mit seiner ersten Mannschaft immerhin in der Rheinlandliga und hat eine Zweitvertretung in der Kreisliga A, die dritte Mannschaft kickt in der C-Liga. Die A-Liga-Truppe von der Trierer Höhe (Trainer ist Stefan Fleck) gilt in dieser Saison als Mitfavorit auf die Meisterschaft, hat aber im Sommer einen größeren Umbruch im Kader erlebt – dennoch: Ein 6:0-Auftaktsieg gegen den SV Konz II war sehr deutlich.

Nicht ganz so gut erging es der Fußballspielgemeinschaft (FSG) Ehrang/Pfalzel. In der Saison 2015/16 war die Mannschaft in der A-Liga (noch unter Trainer Harry Thömmes) knapp am Aufstieg gescheitert. Jetzt unter Neu-Trainer Niki Wagner ging es mit einem Sieg im Rheinlandpokal gegen den Bezirksligisten SG Rascheid gut los. Am ersten Liga-Spieltag hotte die FSG immerhin ein 3:3-Unentschieden gegen die zweite Mannschaft der TuS Mosella Schweich. Viele junge Spieler sind ins Team gerückt, das Durchschnittsalter beträgt rund 20 Jahre. Die Spielgemeinschaft aus Trier-Zewen, Igel und Langsur ist das dritte Team mit Trierer Beteiligung, das in der Kreisliga A kickt.

Etwas hinter der Stadtgrenze in Richtung Eifel spielt noch die SG Welschbillig/Kordel in in der Kreisliga A. Die Mannschaft von Trainer Marc Görres peilt den Klassenerhalt an. B-Ligist aus der Ecke des Trierer Lands ist der SV Sirzenich und in der C-Liga spielt die SG Aach/Butz weiler/Newel vermutlich um den Aufstieg mit. Die Zeiten, in denen der Traditionsverein VfL Trier in der zweithöchsten deutschen Spielklasse und dann Ende der 90er Jahre in der viertklassigen Oberliga antrat, sind zwar längst vorbei. Aber jüngst hat der Verein aus Heiligkreuz wieder auf sich aufmerksam gemacht, feierte zum Ende der vergangenen Saison einen Doppelaufstieg: Aus den Niederungen der C-Klasse trat die erste Mannschaft mit Meistertrainer Patrick Deutschen den Weg in die B-Liga an, die zweite Mannschaft schaffte den Sprung aus der untersten D-Klasse in die C-Liga. Und seit dieser Saison tritt sogar eine dritte Herrenmannschaft an. Mehrere Spieler haben den Verein verstärkt – auch aus der eigenen Jugend. Trainer der Blau-Weißen ist seit dieser Saison Sebastian Oberbillig. Und dessen Team sorgte gleich im Auftaktspiel in der Kreisliga B Trier/Saar schon für den nächsten Aha-Effekt: Mit 3:1 besiegte der VfL Trier den Kreisliga-A-Absteiger vom SV Krettnach und startete damit schon äußerst erfolgreich in die neue Saison.

Ebenfalls in die Kreisliga B Trier/Saar aufgestiegen ist die Spielvereinigung (Spvgg) Trier, die ihre Spiele in Trier-Feyen austrägt. Das erste von drei Stadtduellen in Folge hat die Spvgg schon hinter sich. Sie gewann am ersten Spieltag 3:1 gegen die ebenfalls aufgestiegene SSG Kernscheid mit 3:1. Bei Drucktermin der Woch hatte das Spiel von diesem Wochenende beim TuS Trier-Euren noch nicht stattgefunden. Nächsten Sonntag, 28. August, folgt dann das nächste Aufsteiger-Stadtderby in Feyen gegen den VfL Trier. Neben VfL, Spvgg, SSG Kernscheid und TuS Euren ergänzt der SV Olewig die Trier-Brigade in der B-Liga Saar und wird damit ebenfalls für Lokalderbys auf Stadtebene sorgen.

Aus den Trier-Partien raus ist die zweite Mannschaft aus Ehrang und Pfalzel. Die Mannschaft unter Rudi Thömmes, der ja auch Co-Trainer bei der Eintracht ist, spielt als einziges Team aus der Stadt in der zweiten B-Liga, der Mosel/Hochwald-Staffel. Ehrang hatte zunächst auch eine dritte und eine vierte Mannschaft gemeldet, musste sie aber vor Saisonstart wieder zurückziehen. In den Kreisligen C, der zweitniedrigsten Herren-Spielklasse, sind insgesamt elf Mannschaften aus Trier vertreten. Die meisten tummeln sich in der Staffel Trier/Eifel: FSV Tarforst III, DJK St. Matthias II, FSV Kürenz, TSG Biewer, TuS Euren II, SV Olewig II, SV Trier-Irsch, SG Pallien/PST Trier, SSG Mariahof.

Und auf der untersten Ebene, den D-Ligen, wird seit dieser Saison auf eine eigene Trier-Staffel verzichtet. Die D-Ligen sind – statt wie bisher in vier Staffeln – nur noch dreizügig aufgeteilt. Zehn Mannschaften aus Trier (alles Zweit-, Dritt- oder gar Viertvertretungen der Vereine) spielen in der Kreisliga D Trier/Eifel und zwei in der D Saar.

Sven Eisenkrämer

Fupa.net:

Die Woch ist eine Mitmachzeitung, genau wie das Internet-Fußballportal FuPa Rheinland. Hier berichtet der Trierische Volksfreund nicht nur regelmäßig ausführlich über den Fußball in der Region und stellt alle Ergebnisse und Tabellen zur Verfügung. Vereine, Funktionäre, Spieler und Fans können auch selbst mitmachen, die eigene Mannschaft präsentieren, Spielberichte veröffentlichen, Fotos hochladen, Liveticker von Spielen betreiben und vieles mehr. FuPa Rheinland ist DAS regionale Fußballportal für die Region Trier-Eifel-Mosel-Hunsrück. Rund 13,4 Millionen Seitenaufrufe hatte FuPa in der Vorsaison. An Fußballwochenenden tummelten sich pro Tag bis zu 25 000 Besucher auf der Internetseite – die Tendenz ist stark steigend. FuPa ist mit seiner Beliebtheit daher auch Anlaufstelle Nummer eins, wenn es um Informationen zu Fußballern und Vereinen geht. sve