Start Hochwald So wird die Woch – Von „Star Trek“ und Marx

So wird die Woch – Von „Star Trek“ und Marx

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Neuer Kulturdezernent gewählt, erste Entscheidung zur Karl-Marx-Statue gefallen – das waren stadtpolitisch gesehen ganz schön turbulente Wochen in Trier. Die Debatte über die Karl-Marx-Figur, die die Volksrepublik China der Stadt schenken will, geht freilich noch etwas weiter. Denn bisher hat der Stadtrat ja nur beschlossen, das Geschenk anzunehmen. Ob es tatsächlich auf dem Simeonstiftplatz landet und die Größe so bleibt wie geplant (4,90 Meter auf einem 1,40 Meter hohen Sockel), ist dagegen noch nicht schlussendlich geklärt.

In der kommen den Woche wird es kommunal politisch wohl etwas ruhiger zugehen in Trier, falls es nicht noch Überraschungen gibt.

Da lohnt ein Blick auf das, was sonst noch los ist in der Stadt. Dabei fällt eine Veranstaltung an der Uni Trier ins Auge, die dort sicher für einen vollen Hörsaal sorgen wird. Und mutmaßlich werden nicht nur Studenten sich für das Thema interessieren. Prof. Dr. Metin Tolan von der TU Dortmund erklärt nämlich in einer Vorlesung (Mittwoch, 18 Uhr, Hörsaal 10), illustriert mit Filmausschnitten, wie genau es die bekannte Fernsehserie und Kinofilmreihe „Star Trek“ („Raumschiff Enterprise“) mit der Wissenschaft nimmt. Könnte man tatsächlich mit einem „Warp-Antrieb“ fliegen? Muss man vor dunkler Materie Angst haben? Für Filmfans sind das spannende Fragen.

Tatsächlich könnte man die Enterprise aus der Science-Fiction-Serie auch in Trier derzeit ganz gut brauchen. Schließlich hat das Raumschiff an Bord auch ein sogenanntes Holo deck. Darauf kann man sich in beliebige Zeiten oder an beliebige Orte hineinversetzen lassen. Gäbe es so ein Ding, könnte man sich also ansehen, wie die fertige Karl-Marx-Statue denn tatsächlich an verschiedenen Stellen in der Stadt aussähe. Noch besser aber wäre, dass man die Statue später gar nicht transportieren müsste, sondern sie einfach nach Trier „beamen“ könnte. Schön an der Serie ist auch, dass es in der Raumschiff-Enterprise-Zukunft auf der Erde und in der Galaxis kein Geld mehr gibt. Auch die Trierer Schulden wären also einfach wegge beamt.

Michael Schmitz 

Aktuelle Berichte, Kommentare zur politischen Entwicklung und viele Bilder der genannten Veranstaltungen finden Sie in der nächsten Woche im Trierischen Volksfreund oder im Internet auf www.volksfreund.de