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Erben und Vererben

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So sichert man sein Vermächtnis

Der Tod ist nicht planbar, das Vermächtnis schon. Dennoch zögern viele Menschen damit, ein Testament zu verfassen. Aber eine solide Nachlassplanung trägt der persönlichen Lebens-, Familien- und Vermögenssituation Rechnung. Ein Testament in der Schublade vermittelt ein gutes und sicheres Gefühl.

Professionelles Nachlassmanagement

Viele Menschen sind erleichtert, wenn sie mit der Unterstützung eines erfahrenen Spezialisten ihr Erbe geregelt haben. Die Experten agieren hierbei mit Einfühlungsvermögen, Geduld, Kompetenz und einer individuell angepassten Strategie zur soliden und nachhaltigen Regelung der Vermögenswerte. Dies gilt nicht nur für die Nachlassplanung, sondern auch für die Nachlassabwicklung und die Nachlassauseinandersetzung, also der Teilung des Nachlasses bei Erbengemeinschaften. Viele denken, mit dem Erbschein sei alles geregelt, doch das stimmt so nicht. Der Erbschein weist lediglich den Erben mit seinem Erbteil aus. Damit beginnt die Arbeit am und im Nachlass – und genau an dieser Stelle setzt professionelles Nachlassmanagement an.

Was Erben wissen sollten

Im Erbfall muss der Erbe den Nachlass in Besitz nehmen, das heißt sichten, sichern und verwalten. Nachlassverwaltung ist eine Herausforderung, der man sich selbst stellen kann, aber nicht stellen muss. Warum sollte man sich mit der Verwaltung eines „fremden“ Vermögens belasten, wenn man die eigene Steuer und Verwaltung gerne mal auf später verschiebt oder Profis anvertraut? Ein neutraler Nachlass-Spezialist kann hier helfen. Er wird beispielsweise erklären, dass das Erbe zwar in das eigene Vermögen übergeht, dass Erbengemeinschaften aber nur gemeinsam handeln dürfen: Jede Verfügung ist abzustimmen und gemeinsam auszuführen. Das kann sich als schwierig herausstellen, wenn die Miterben an unterschiedlichen Orten leben, sich zum Teil gar nicht kennen, oder sogar schon Streit über das Erbe ausgebrochen ist.

Sinnvolle Perspektiven schaffen

Ein Erbfall kostet Kraft. Erben belastet, emotional, zeitlich und wirtschaftlich. Doch Nachlassabwicklungen und Erbauseinandersetzungen können mit professioneller Unterstützung für die Betroffenen respektvoll, schnell und fair geregelt werden. Das Ergebnis: eine rechtlich wirksame, solide und persönlich tragbare, verbindliche Auseinandersetzungsvereinbarung. Aus dem Erbe wird ein Vermächtnis im Sinne eines Geschenks.

Kanzleien erarbeiten Lösungen in respektvollem Austausch mit den Erben und schaffen damit die Voraussetzungen für eine gütliche Einigung als sinnvolle Perspektive. Auf diese Weise wird ein gutes Andenken an den Verstorbenen möglich. Denn niemand möchte vergessen werden. Nachlassexperten sorgen dafür, dass Menschen in guter Erinnerung bleiben.

Bestehende Testamente überprüfen

Wird ein Kind wegen eines Streits durch ein gemeinschaftliches Testament der Eltern von der Erbfolge ausgeschlossen und wird nach der Versöhnung das Testament nicht geändert, kann nur die Feststellung des eindeutigen Willens der Erblasser sicherstellen, dass das Kind als Erbe ausgeschlossen bleiben sollte oder dass das Testament wegen eines Motivirrtums der Eltern anfechtbar ist.

Tipp des Experten

Oft wird vergessen, dass in der Vergangenheit weitreichende rechtliche Entscheidungen – wie ein gemeinschaftliches Testament – getroffen wurden. Diese können inzwischen dem Willen der Erblasser nicht mehr entsprechen. Fachanwalt für Erbrecht und Geschäftsführer der Deutsche Vereinigung für Erbrecht und Vermögensnachfolge Jan Bittler rät deshalb: „Testamente verschwinden nach ihrer Erstellung gerne in Ordnern oder werden zur Aufbewahrung beim Nachlassgericht hinterlegt. So geraten sie aus dem Blickfeld der Verfasser. Sie sollten von Zeit zu Zeit auf ihre Aktualität überprüft werden – auch außerhalb von bereinigten Familienstreitigkeiten.“ QUELLE: DVEV