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Diese Gemeinden haben Zukunft

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Basberg/Waxweiler. Dieses Dorf ist selbstbewusst. Intensiv haben sich die 88 Einwohner mit ihren Beratern mit den Qualitäten vor Ort auseinander gesetzt. Mit Erfolg. Denn es zieht Städter, unter anderem aus dem Kölner und Bonner Bereich an. Für Touristen werden Gästebetten angeboten und Wanderwege ausgebaut. Und der Ort ist zukunftsfähig, sind doch fast 25 Prozent der Einwohner sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Damit liegt Basberg erheblich über dem Landesdurchschnitt.

Junge Einwohner

und Neubürger

2010 wurde ein für das Dorf Dorferneuerungskonzept erstellt, welches konsequent Anwendung findet. So wird im Umfeld der barrierefrei gestalteten Kirche im angrenzenden Friedhof ein neues Dorfgemeinschaftshaus errichtet. Viele historische Häuser sind oder werden saniert und unterstreichen die regionale Baukultur. Auch das Beweidungsprojekt „Katzenberg“ findet positives Echo bei der sechsköpfigen Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ in der Region Trier. Sie wählte Basberg auf den ersten Platz beim Gebietsentscheid. Damit nimmt der Ort am Landesentscheid teil, der im August startet.

Auf den weiteren beiden Plätzen folgen die Ortsgemeinden Oberkail (zweiter Sieger/Verbandsgemeinde Bitburger Land) und Ayl (dritter Sieger/Verbandsgemeinde Saarburg). In der Hauptklasse nehmen die Gemeinden teil, die sich erstmalig dem Wettbewerb stellen.

Die Ortsgemeinde Waxweiler (VG Arzfeld) wurde erstplatziert in der Sonderklasse, in der die Gemeinden zusammengefasst sind, die in früheren Jahren bereits im Gebietsentscheid waren. Auf Platz zwei folgt die Ortsgemeinde Niederbrombach (VG Birkenfeld). Auch diese vier Siegergemeinden aus dem Gebiet Trier sind beim Landesentscheid dabei.

Die im Naturpark Südeifel gelegene Gemeinde Waxweiler mit rund 1140 Einwohnern ist „Wiederholungstäter“. 2012 erreichte der Ort einen zweiten Platz im Raum Trier und auf Landesebene den vierten Platz. Er betreibt seit über 20 Jahren unter anderem mit Mitteln der Dorferneuerung und der Städtebauförderung Dorfentwicklung. Aktuell ist es dem Ort gelungen, in das Folgeprogramm „Ländliche Zentren – Kleinere Städte und Gemeinden“ durch das Land aufgenommen worden zu sein. Durch konzeptionelle Vorgehensweise hat die Ortgemeinde trotz geographisch ungünstiger Lage vorbildlich in den Bereichen Tourismus, Gewerbe- sowie Innenentwicklung punkten können und somit den Sieg im diesjährigen Wettbewerb erreicht.

Die Siegergemeinden zeichnen sich insbesondere durch ihre Entwicklungskonzepte und -vorstellungen für die Zukunft sowie deren wirtschaftliche Initiativen aus. Von großer Bedeutung war der Jury auch das große bürgerschaftliche Engagement. Zudem wurden die sozialen und kulturellen Aktivitäten in den Gemeinden hoch bewertet.

Die fünf Siegergemeinden sind dicht gefolgt von den weiteren Teilnehmern des Landeswettbewerbs im Gebietsentscheid Trier (alphabetische Reihenfolge): In der Hauptklasse: Ammeldingen bei Neuerburg, Bodenbach (VG Kelberg), Ellenberg, Kronweiler (beide Kreis Birkenfeld), Schönecken und Traben-Trarbach-Wolf (Stadtteil); in der Sonderklasse: Brücken, Horbruch (beide Kreis Birkenfeld) und Wiltingen (VG Konz). red